Mit Akif Pirincci und Roland Baader gegen den bösen Gutmenschen Fard

Ihr kennt das sicher, dass ihr ehemalige Freunde und Freundinnen, mit denen ihr euch gestritten habt, viel mehr hasst, als willkürliche Unsympathen, die ihr auf der Straße trefft. Da liegt daran, dass die Person früher euren Respekt genossen hat und euch dann enttäuscht hat. Ihr sollt jetzt nicht denken, ich wäre der große Fard-Fan gewesen oder hätte seine Meinung extrem respektiert. Aber ich dachte mir letztes Jahr so: Fard und Snaga bringen n politisches Albung raus. Immerhin thematisieren sie darin relevante Themen wie die Bilderberg-Gruppe und die Kriege der USA. Natürlich war das extrem oberflächlich, aber hey, sie sind auf nem guten Weg, gib ihnen Zeit zum Nachdenken: Jetzt ist seitdem über n Jahr vergangen und theoretisch könnte es bei Fard ja so gekommen sein, dass er sich weiterentwickelt hat, die richtigen Bücher gelesen hat und jetzt endlich verstanden hat, dass das Grundproblem das Machtmonopol einer Regierung ist. Einfach weil ich die Hoffnung noch nicht verloren hab, spinne ich mir da dann die verrücktesten Gedanken zusammen, so dass z.B. sein Homie Snaga das Buch von Oliver Janich feiert und Fard davon erzählt hat. Sodass jetzt einer der wenigen politischen Rapper Deutschland endlich mit nem Albung kommt, das ich mir ohne Fremdscham anhören kann. Ich denk mir also immer wieder, wenn Rapper n neues Albung ankündigen: Der oder der könnte es doch vielleicht mal begriffen haben und gebe den Leuten dann ne Chance, wenn ich mir z.B. ein Interview von denen anseh. Und ich werde regelmäßig aufs bitterste von der geistigen Armut dieser Leute enttäuscht.

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